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100 Jahre Edersee
Historische Fotos dokumentieren die Geschichte Affolderns



Affoldern. Wie für kein anderes Dorf im Edertal brachte der Bau der Edertalsperre für Affoldern einige Vorteile aber auch großes Unheil und Leid. Eindrücke davon sollen interessierten Besuchern während einer Fotoausstellung vom 16. bis 25. Mai in der Festhalle geboten werden.
Mit der Vollendung der Sperrmauer vor 100 Jahren endete die Unberechenbarkeit der Eder, mit der es die Bewohner Affolderns in den zurückliegenden Jahrhunderten immer wieder zu tun hatten. Hochwasser und nicht zuletzt Eisschollen, die der bis dato ungebändigte Fluss im Winter bis auf angrenzende Äcker und Wiesen schob, und die sich dort sogar meterhoch auftürmten, brachten die Einwohner oft um ihre Ernte und somit in existentielle Not und Bedrängnis.
Den Bau der Talsperre empfanden die Affolderner segensreich. Ihre Hoffung: Mit der Sperre - wie sie damals genannt wurde - ließen sich die Naturgewalten endlich in den Griff bekommen. Doch in den Montag-Morgenstunden des 17. Mai 1943 - 29 Jahre nach Fertigstellung des letzten großen Bauwerks der Kaiserzeit - offenbarte der Zweite Weltkrieg seine grimmige und unbarmherzige Grimasse.
Durch den Angriff einer englischen Fliegerstaffel wurde die Sperrmauer infolge eines Bombentreffers stark beschädigt und eine bis zu neun Meter hohe Flutwelle bahnte sich ihren todbringenden Weg durch das Edertal.
Affoldern war am schlimmsten betroffen. Hier starben in dieser Nacht zehn Frauen, Männer und Kinder, 14 Gehöfte wurden völlig zerstört. Hinzu kam während der Kriegswirren schmerzliche Verlust von 32 Pferden und 129 Kühen sowie Rindern, 246 Schweinen, neun Schafen, 310 Gänsen, 1062 Hühnern, 73 Ziegen und 581 Kaninchen.
„Das ist das dunkelste Kapitel in der Geschichte unseres Dorfes“, sagt Ortsvorsteher Karl-Heinrich Neuschäfer. Ingesamt zwölf Mitglieder eines Arbeitskreises nehmen unter der Leitung von Frank Dreher das 100-jährige Bestehen der Talsperre zum Anlass, um auf Ereignisse der Dorfgeschichte aufmerksam zu machen.
„Einige Einwohner haben schon alte Fotos zur Verfügung gestellt, die wir in der Festhalle öffentlich präsentieren wollen“, berichtet Bernd Hankel. (ukl)

Quelle.: HNA vom 05.02.2014 / Autor.: Uli Klein
Fotoausstellung in Affoldern übertrifft alle Erwartungen




Affoldern. Mit solch einem Besucheransturm hatten die Organisatoren der Fotoausstellung „Affoldern feiert 100 Jahre Edersee“ nicht gerechnet. „Es war und ist einfach bemerkenswert, wie viele Menschen, darunter auch zahlreiche ehemalige Bewohner, sich für die jüngere Geschichte unseres Dorfes interessieren“, sagte Frank Dreher.
Aus einem ehemals größeren Personenkreis blieben Karl-Heinz Dietz, Paul Schüßler und Frank Dreher übrig. Sie organisierten und stellten in mühevoller und zeitintensiver Arbeit die Fotoausstellung zusammen und bereiteten Gast- und eigene Vorträge zum Thema Dorfgeschichte vor.
Ein kleines Team
„Wir sehen es als Anerkennung für die Arbeit unseres kleinen Organisationsteams“, sagte Karl-Heinz Dietz angesichts vieler Besucher, die am Donnerstagabend zu einer Filmvorführung und Multimediaschau in die Festhalle gekommen waren.
„In unserer Multimediaschau, die mit Musik unterlegt ist, präsentieren wir jede Menge Fotos, die in der Ausstellung nicht gezeigt werden“, erläuterte Dietz.
Nicht nur interressante Abendveranstaltungen lockten während der vergangenen Tage viele Besucher. „Auch tagsüber war immer viel los. Einige kamen sogar doppelt und dreifach, um sich die Fotos anzuschauen“, berichtete Frank Dreher. (ukl)
Mehr lesen Sie in der Samstagausgabe der HNA Waldeckische Allgemeine

Quelle.: HNA vom 23.05.2014  / Autor.: Ulli Klein
Kontakt.:
Wir für Affoldern e.V.
34549 Edertal / Affoldern
Email.: wir@affoldern.de

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